Heilpflanzen von A-Z

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Gundelrebe - Glechoma hederacea


 

Gundelrebe - Glechoma hederacea 

Gundelrebe - Glechoma hederacea 

 

Pflanzenfamilie:
Labiatae/Lamiaceae - Lippenblütler

Botanik:
mehrjährig, 20 cm, ausdauernde kleine Pflanze, die mit dem vierkantigen Stengel am Erdboden anliegt und oft an den Knoten wurzelt

Volksnamen:
Blauhuder, Donnerrebe, Erdefeu, Gunelreif, Heilkraut, Huder, Udrang, Zickelskräutlein

Vorkommen:
Die Gundelrebe ist im Grossteil Europas verbreitet.
häufig auf Brachland, als Unkraut in Gärten, auf Wiesen, an Wegrändern und in Hecken. Die Pflanze braucht reichlich Feuchtigkeit um gedeien zu können.

Sammelgut:
das blühende Kraut

Sammelzeit:
März bis Juni, Blütezeit

Darreichungs- und Zubereitungsformen:
Tee, Tinktur, Ceres-Urtinktur, Salben, Ölauszug, Frischsaft, Würzkraut

Wirkstoffe:
ätherisches Öl, Flavonoide, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Saponine, Vitamin C, Mineralstoffe (Kalium)

Wirkungen:
entzündungshemmend, espektorierend, antibakteriell, antioxidativ, antiphlogistisch, diuretisch, stoffwechselanregend, wundheilend (bes. schlecht heilende Wunden/Eiterungen

Anwendungsbeschränkungen:
Nicht überdosieren. Bei Einhalten der angegebenen Dosierungsvorschrift sind keine Nebenwirkungen zu befürchten.

Anwendungsbereiche:
Bei langwierigen, hartnäckigen und zehrenden Krankheitszuständen, Erkrankungen der Atmungsorgane wie Rachenkatarrh, Bronchitis, Asthma, Schnupfen, Schleimhautentzündungen, bei Ischias, Nieren-Blasenbeschwerden (Reizblase) ein Bad mit Gundelrebe, Frühjahrskur, Stofffwechselerkrankungen, frisch gehackte Blätter auf Furunkel, frische Blätter kauen gegen Mundgeruch, Schwermetallausleitung, Blutreinigung, bei Zahnschmerzen

Was viele Menschen nicht wissen: die Gerbstoffe im Gundermann binden neben Schwermetallen wie Blei auch Pestizide, die häufig von der ländlichen Bevölkerung eingeatmet werden, bzw. die man mit dem heutigen "modernen" Obst isst. Gundermann bindet sie und leitet sie aus - Deshalb: Gundermann essen oder Tee trinken!

Tipps für die Küche:
Blätter und Triebspitzen: Die Gundelrebenblätter sind ein feiner Aromaspender. Wir können damit den Salat aromatisieren, die Blätter und Triebe können roh zur Erfrischung des Atems gegessen werden. Als Aroma für Tee, Kräuterlikör, Kräuterwein, Bier und Schnaps findet die Gundelrebe Verwendung. Wir können damit Suppen, Eierspeisen, Eintöpfe, Quiches, Kräuterkäse, Kräuterbutter und Kräuterquark verfeinern. Es macht Spass mit Kindern die hübschen Gundelrebenblätter mit flüssiger  Zartbitter-Schokolade zu bestreichen ("Wiesen-After-Eight") zur Dekoration von Nachspeisen.
Blüten: Die Blüten sind eine schöne Dekoration auf Salaten, Aufstrichen oder wir rollen Fischkäsebällchen (mit fein gehackten Gundelrebenblättern) in den Blüten.

Astrologische Zuordnung:
Venus, Merkur

 

 

 

 

 

 


Quellen:
Mind-Maps, Birgit Sterk www.kraeuterschule.ch
Die Kräuter in meinem Garten, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger
Das grosse Buch der Heilpflanzen, M. Pahlow
Essbare Wildpflanzen, Steffen Guido Fleischhauer, Jürgen Guthmann, Roland Spiegelberger