Wiesenbärenklau - Heracleum sphondylium


 

Wiesenwärenklau - Heracleum sphondylium

 

 

 

Wiesenwärenklau - Heracleum sphondylium 

 

 

Pflanzenfamilie:
Apiaceae - Doldenblütler

Botanik:
mehrjährig, 1.5m

Volksnamen:
Echter Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Wiesenrhabarber, Bärenfuß, Bärentatze, Wolfsklau (wie der Bärlapp), Emdstengel, Kuhlatsch, Ochsenzunge, Säuchrut, Herculeskraut, Kuhpastinak, Rossfenchel

Vorkommen:
ganz Europa
Fettwiesen, Staudenfluren, an Gräben auf Lehm- und Tonböden

Sammelgut:
Heraclei sphondylii herba - frische Blätter, Stengel, Knospen

Sammelzeit:
April bis September

Darreichungs- und Zubereitungsformen:
Frischpflanze zu Salat, Gemüse, als Würze

Wirkstoffe:
Furocumarine (Vorsicht: Wiesendermatitis!), ätherische Öle, Bitterstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe

Wirkungen:
harntreibend, schleimlösend, blutreinigend, beruhigend, kräftigend

Nebenwirkung:
Wiesendermatitis

Anwendungsbereiche:
Entwässerung, Husten, Verdauungsschwäche, Nervenschwäche, Tonikum

Tipps für die Küche:
Blätter und Blattstengel:
Die jungen Blätter, die von dicken Fasern befreiten Blattstengel und Triebe können roh zu einem feinen Wildsalat verarbeitet werden. Sie können wie Spinat bereitet oder als Koch-, Back- oder Pfannengemüse verwertet werden. Aufläufe aus zarten, Blattstielen können ein echter Genuss sein. Die Blätter sind sehr fein in Eierspeisen oder als Würze für Kräuterkäse.
Blütenknospen: Die Blütenknospen schmecken ausgezeichnet in Bierteig herausgebacken, sie können auch wie Spargel bereitet werden. Gewürzt können sie als Antipasti eingelegt werden.
Samen: Von August bis Oktober können die unreifen Samen des Wiesenbärenklaus als Gewürz für Süssspeisen oder zur Herstellung von einer Art Bier genommen werden.
Wurzel: Die rettichähnliche, weisse Wurzel kann als Gemüse gekocht oder frisch gerieben als Gewürz verwendet werden.

Achtung:
Beim Umgang mit allen Pflanzenteilen kann empfindliche Haut in der Sonne allergisch reagieren. Es gibt  giftige Pflanzen mit einem ähnlichen Blütenstand, die sich jedoch in Blattform und Blütenstengel unterscheiden.

 

 

 

 

 

 

Quellen:
Mind-Maps, Birgit Sterk www.kraeuterschule.ch
Essbare Wildpflanzen, Steffen Guido Fleischhauer, Jürgen Guthmann, Roland Spiegelberger