Nr. 9 Natrium phosphoricum D6, phosphorsaures Natrium

Geistig-seelisch:
  • Gleichgewicht
Funktion:
  • Entsäuerung
  • Fettstoffwechsel
Hauptbedarf im Körper:
  • Blutkörperchen
  • Muskel-, Nerven- und Gehirnzellen
  • Zellflüssigkeit
Antlitzdiagnose:
  • Fettglanz (stumpf-fettiger Glanz, meist auf Nase, Stirn und Kinn)
  • Mitesser: kleine schwarze Poren an Nase, Stirn und Kinn (Ablagerungen von harnsaurem Fett)
  • goldgelb schimmernder Zungenbelag (besonders an der Zungenwurzel)
  • Geschmack sauer oder bitter

Körperlicher Wirkungsbereich

Natrium phosphoricum wirkt blutreinigend und sorgt für die Entsäuerung des Blutes. Der Mineralstoff wird gebraucht, um Kohlenhydrate in Wasser und Kohlensäure zu zerlegen. In diese beiden Stoffe sollten alle Säuren in unserem Organismus zerlegt werden, damit sie ausgeschieden werden können. In vielen Fällen ist aber der Organismus dieser Aufgabe nicht gewachsen, weil zu viel an säurehaltigen oder säurebildenden Nahrungsmitteln aufgenommen werden und nicht genügend Natrium phosphoricum zum Abbau der Säure zur Verfügung steht. Frühe Anzeichen für eine Übersäuerung sind, wenn die Augen "reagieren", z. B. mit Sehstörungen wie Mückensehen oder stark wechselndem Sehvermögen, aber auch Sodbrennen und unreine oder fettige Haut. Vielfach wird durch starkes Schwitzen die überschüssige Säure über die Haut ausgeschieden, die Folge davon ist eine sauer riechende Ausdünstung oder auch Hautausschläge. Kann die Säure zu wenig ausgeschieden werden, führt dies zu einem Körpermilieu, in dem sich krankmachende Bakterien und Viren entwickeln können, was oft Infektionen zur Folge hat. Ist der Körper längere Zeit übersäuert, entstehen Rheumatismus, Gicht, Arthrose. Fehlt das nötige Lebenssalz, um die Säure abzubauen, verbindet sich diese oft mit Calcium, was zu Steinbildung und kristallinen Ablagerungen in den Gelenken und im Gewebe führen kann. Fehlt Natrium phosphoricum in den Nervenfasern, können sich Rheumatismus- und Neuralgieschmerzen ergeben.

Wer zu Übersäuerung neigt, sollte seine Ernährungsweise überprüfen und für einige Zeit möglichst auf Süßigkeiten, Fleisch, Ei, Käse, Fisch, Fette aller Art, Kaffee und Alkohol verzichten oder diese Produkte stark reduzieren. Auch Stress ist ein starker Säureproduzent. Übersäuerte Menschen sollten auch auf genügend lange Erholungsphasen achten.


Geistig-seelische Entsprechung

Geht es bei Natrium phosphoricum auf der körperlichen Ebene um das Gleichgewicht von Säure und Base, lässt sich auf der geistig-seelischen Ebene eine Parallele zu den beiden inneren Grundkräften im Menschen, der weiblichen und der männlichen Kraft, herstellen. Jeder Mensch, ob Mann oder Frau, hat beide Kräfte und Eigenschaften in sich, die weibliche, lebensbehütende, Leben ausgestaltende Wasser- oder Mondenkraft und die männliche, Impulse setzende, Evolution anregende Feuer- oder Sonnenkraft. In unserer Gesellschafts- und Wirtschaftsstruktur wird im Allgemeinen die männliche Energie zu stark beansprucht, währenddem das Weibliche zu stark unterdrückt wird. Da die männliche Kraft mehr mit der Säure verbunden ist, entsteht bei den meisten Menschen auch das Verlangen nach säureüberschüssiger Nahrung und als Folge davon eine Übersäuerung des Körpers.

Wird eine der beiden Kräfte einseitig zu stark beansprucht oder zurückgehalten, führt das zu Aggression ("saurem Verhalten") gegenüber anderen oder sich selbst. Beides sind schöpferische Lebenskräfte und Energien, die uns vital und gesund erhalten können, wenn sie in einem dynamischen Gleichgewicht sind.

 

Quelle:
Taschenführer Schüssler-Mineralstoffe, Christine Kellenberger Richard Kellenberger